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08.09.26

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Grünspecht

Mit seinem leuchtend grünen Gefieder, der roten Kopfkappe und seinem markanten „Lachen“ gehört der Grünspecht zu den auffälligsten heimischen Spechten.

Anders als seine Verwandten verbringt er viel Zeit auf dem Boden und ernährt sich am liebsten von Ameisen. Erfahre, wie du den Grünspecht erkennst, was er frisst und wie du ihn in deinem Garten unterstützen kannst.

Grünspecht auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name
Picus viridis
Name
Spechte
Größe
30–36 cm
Gewicht:
150–220 g
Spannweite
40–52 cm
Lebenserwartung 
durchschnittlich 5-7 Jahre
Lebensraum
Wälder, Parks, Streuobstwiesen und große Gärten
Nahrung
Ameisen, Ameisenlarven und Insekten
Zugverhalten
Standvogel
Brutzeit
April bis Juni

So erkennst du einen Grünspecht

Der Grünspecht ist etwa so groß wie eine Taube und besitzt ein leuchtend olivgrünes Gefieder. Rücken und Flügel sind kräftig grün gefärbt, während Bürzel und Schwanz leicht gelblich wirken.

Leuchtend rote Kopfkappe
Schwarzer Augenstreif
Helles Gesicht
Kräftiger, langer Schnabel
Gelbgrüner Bürzel

Oft entdeckt man ihn nicht zuerst im Baum, sondern auf einer Wiese oder Rasenfläche. Dort hüpft er gemächlich umher und sucht mit seiner langen Zunge nach Ameisen.

Sein Flug verläuft typisch spechtartig: Einige kräftige Flügelschläge wechseln sich mit kurzen Gleitphasen ab.

Typisch GrünspechtGrünes Gefieder, rote Kopfkappe, gelbgrüner Bürzel und überraschend häufig auf Wiesen oder Rasenflächen unterwegs.

Grünspecht-Männchen und Weibchen unterscheiden

Mit etwas Übung lassen sich beide Geschlechter gut unterscheiden. Der wichtigste Hinweis ist der Bartstreif.

Das Grünspecht-Männchen

Das Männchen besitzt einen auffälligen roten Bartstreif mit schwarzer Umrandung. Zusammen mit der roten Kopfkappe wirkt sein Gesicht besonders kontrastreich.

Während der Balz macht das Männchen durch laute Rufe und Revierflüge auf sich aufmerksam.

Das Grünspecht-Weibchen

Das Weibchen trägt ebenfalls eine rote Kopfkappe. Der Bartstreif ist jedoch vollständig schwarz und enthält keine roten Federn.

Ansonsten unterscheiden sich beide Geschlechter nur wenig.

Wie sehen junge Grünspechte aus?

Junge Grünspechte besitzen ein deutlich stärker geflecktes Gefieder. Auch Kopf und Brust wirken zunächst weniger einfarbig als bei erwachsenen Vögeln.

Erst nach der ersten Mauser entwickelt sich das typische Erscheinungsbild.


Lebensraum: Wo lebt der Grünspecht?

Der Grünspecht bevorzugt abwechslungsreiche Landschaften mit alten Bäumen und offenen Flächen.

Streuobstwiesen
Parks
Waldränder
Lichte Laubwälder
Friedhöfe
Große naturnahe Gärten

Entscheidend ist, dass ausreichend Ameisen vorhanden sind. Deshalb sind extensiv genutzte Wiesen und natürliche Rasenflächen für ihn besonders attraktiv.

Alte Bäume benötigt der Grünspecht zusätzlich als Brutplatz. Dort meißelt er jedes Jahr eine neue Bruthöhle in weiches Holz.

Da Grünspechte Standvögel sind, bleiben sie das ganze Jahr über in ihrem Revier.


Was frisst ein Grünspecht?

Der Grünspecht gehört zu den größten Ameisenspezialisten Europas.

Frühling und Sommer

Seine Nahrung besteht fast ausschließlich aus Ameisen und deren Entwicklungsstadien.

Ameisen
Ameisenlarven
Ameisenpuppen

Eine Zunge für Ameisen Mit seiner bis zu zehn Zentimeter langen, klebrigen Zunge holt der Grünspecht Ameisen tief aus ihren Nestern.

Gelegentlich frisst er zusätzlich Käfer, Raupen, Spinnen und andere Insekten. Auch die Jungvögel werden überwiegend mit Ameisen gefüttert.

Herbst und Winter

Selbst im Winter bleiben Ameisen die wichtigste Nahrungsquelle. Nur wenn der Boden gefroren oder schneebedeckt ist, ergänzt der Grünspecht seinen Speiseplan.

Beeren
Fallobst
Kleine Samen
Gelegentlich Fettfutter

Futterhäuser besucht der Grünspecht deutlich seltener als viele andere Gartenvögel.


Brutzeit des Grünspechts

Die Brutzeit beginnt meist im April. Jedes Jahr meißelt das Brutpaar eine neue Höhle in einen alten Baum. Häufig werden Weiden, Pappeln oder Obstbäume genutzt.

Höhlenbau
Etwa zwei bis vier Wochen
Gelege
Meist fünf bis sieben weiße Eier
Brutdauer
Etwa zwei Wochen
Nestlingszeit
Rund drei bis vier Wochen
Bruten pro Jahr
In der Regel eine

Beide Eltern wechseln sich beim Brüten ab. Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel intensiv gefüttert, bevor sie die Bruthöhle verlassen.

Alte Bäume sind wertvoll Weiches, älteres Holz bietet dem Grünspecht geeignete Stellen für den Bau seiner Bruthöhle.

Gesang und Verhalten

Der Grünspecht trommelt deutlich seltener als andere Spechte. Stattdessen ist er für seinen lauten, lachenden Ruf bekannt.

Das langgezogene „klü-klü-klü-klü-klü“ klingt fast wie ein herzliches Lachen und ist oft schon von Weitem zu hören. Besonders im Frühjahr dient dieser Ruf dazu, das Revier zu markieren und einen Partner anzulocken.

Anders als Buntspechte verbringt der Grünspecht erstaunlich viel Zeit am Boden. Dort läuft oder hüpft er über Wiesen und sucht nach Ameisenhügeln.

Der lachende Specht Durch seinen markanten Ruf wird der Grünspecht häufig gehört, bevor er auf einer Wiese oder zwischen Bäumen entdeckt wird.

So kannst du Grünspechte unterstützen

Mit einem naturnahen Garten kannst du Grünspechten wertvolle Lebensräume bieten.

Alte Bäume erhalten
Streuobstwiesen fördern
Naturnahe Wiesen wachsen lassen
Ameisen nicht bekämpfen
Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten
Vogeltränken anbieten

Weniger Zierrasen, mehr Leben Ein kurz gemähter Zierrasen bietet dem Grünspecht deutlich weniger Nahrung als eine abwechslungsreiche Wiese mit vielen Insekten.

Bestand und Schutz

Der Grünspecht zählt in Deutschland noch zu den verbreiteten Spechtarten. Dennoch ist er auf geeignete Lebensräume angewiesen.

Der Verlust alter Bäume, die intensive Nutzung von Wiesen und der Rückgang natürlicher Insektenbestände können sich negativ auf seine Population auswirken.

Naturnahe Gärten mit alten Bäumen, offenen Wiesenflächen und einem reichen Insektenangebot bieten dem Grünspecht wertvolle Rückzugsorte.


Wusstest du schon?

Ameisenspecht
Der Grünspecht wird oft auch „Ameisenspecht“ genannt.
Lange Zunge
Seine Zunge kann bis zu zehn Zentimeter lang werden.
Specht am Boden
Er verbringt mehr Zeit auf dem Boden als jeder andere heimische Specht.
Lachender Ruf
Sein berühmter Ruf klingt wie ein lautes Lachen.
Neue Höhle jedes Jahr
Jedes Jahr baut der Grünspecht eine neue Bruthöhle.

Verwechslungsgefahr: Grünspecht oder Buntspecht?

Obwohl beide Arten zur Familie der Spechte gehören, unterscheiden sie sich deutlich.

Grünspecht

Überwiegend grünes Gefieder
Sucht Nahrung auf dem Boden
Frisst hauptsächlich Ameisen
Lachender Ruf
Trommelt selten

Buntspecht

Schwarz-weißes Gefieder
Roter Unterschwanz
Sucht Nahrung am Baum
Trommelt häufig
Vielseitiger Speiseplan

Boden oder Baum? Der Grünspecht sucht seine Nahrung häufig auf Wiesen und Rasenflächen. Der Buntspecht ist dagegen deutlich öfter an Baumstämmen zu beobachten.

Häufige Fragen zum Grünspecht

Warum heißt der Grünspecht Ameisenspecht?
Weil Ameisen und ihre Larven den größten Teil seiner Nahrung ausmachen.
Was frisst ein Grünspecht?
Vor allem Ameisen, Ameisenlarven und andere kleine Insekten.
Warum läuft der Grünspecht auf dem Rasen?
Dort sucht er nach Ameisenhügeln und anderen Insekten.
Bleibt der Grünspecht im Winter in Deutschland?
Ja. Er gehört zu den Standvögeln und bleibt ganzjährig in seinem Revier.
Trommelt der Grünspecht wie andere Spechte?
Nur selten. Stattdessen macht er mit seinem lauten, lachenden Ruf auf sich aufmerksam.

Fazit

Mit seinem leuchtend grünen Gefieder, seiner roten Kopfkappe und seinem unverwechselbaren „Lachen“ gehört der Grünspecht zu den faszinierendsten heimischen Spechten.

Seine Vorliebe für Ameisen und seine ungewöhnliche Lebensweise machen ihn zu einem besonderen Gast in naturnahen Gärten und Parks.

Wer alte Bäume erhält, auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet und Wiesen nicht zu intensiv pflegt, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass sich der Grünspecht dauerhaft wohlfühlt.

Halte Ausschau auf dem Rasen Mit etwas Glück lässt sich der „lachende Specht“ schon bald bei seiner Nahrungssuche auf einer Wiese oder Rasenfläche beobachten.
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